Die Bibliothek des Optimismus
Geht es Ihnen auch so: In zahlreichen Gesprächen fühlen sie sich den Untergangs-Pharisäern jedweder Couleur ausgeliefert.
In dieser kleinen Bücherliste finden Sie Geistes-Munition und Faktenwissen zum Widersprechen. Bücher über Trends, Zukunft und wie wir damit umgehen können.
Garantiert ohne Straf-Ideologie, Zeigefinger und Untergangs-Prophezeihung...
NEU: Kwame Anthony Appiah
Der Kosmopolit
Philosophie des Weltbürgertums
C.H. Beck, München, 2007
Das Bewusstsein des 21. Jahrhunderts wird ein kosmopolitisches Bewusstsein sein. Es vereint viele Traditionen, Geistesrichtungen, und Mentalitäten.
Appiahs Playdoyer für einen intellektuellen Kosmopolitismus ist guter Balsam für alle, die die ewigen
„Multikulti-ist-gescheitert-und-wir-stehen-vor-einem-Krieg-der-Kulturen” - Serenaden nicht mehr hören können.
Der Mann saugt sich den Kosmopolitismus aber nicht nur aus den intellektuellen Fingern, er ist selbst zwischen den Grenzlinien –
zwischen London und Nigeria und noch einigen anderen Kontinenten – groß geworden.
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NEU: Sherwin B. Nuland
Die Kunst zu altern
Weisheit und Würde der späten Jahre.
DVA München, 2007
Alle haben Angst vor dem Alter, alle fürchten sich vor Rentenkrise, Vergreisung und 10 Millionen Dementen, die vereinsamt in den Strassen herumirren. Nulands Buch ist die sanft-bittere, aber unglaublich wirksame Medizin gegen diese Paranoia. Er hat eine einfache, klare und harte Botschaft: Wir sind für die Art und Weise, wie wir Altern, selbst verantwortlich. Wir können unser Älterwerden weder „ans System” noch an die Gesundheitsbehörden delegieren. Ob wir alt, blöd und grantig werden, das liegt ganz allein an uns, und wir sollten uns nicht beschweren, wenn wir im Alter vereinsamen, denn das produzieren wir dann auch selbst. Das Buch gehört zu meiner Sammlung von Büchern unter dem Motto: „Schonungslos, aber keineswegs herzlos”. Eine sanft bittere, köstliche Medizin.
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NEU: Günter Faltin, Jürgen Zimmer
Reichtum von unten
Die neuen Chancen der Kleinen.
Aufbau Verlag, Berlin, 1996
Dieses Buch ist ein Klassiker, der im Rahmen unserer Optimismus-Bibliothek unbedingt einen Ehrenplatz benötigt.
Faltin ist Wirtschaftspädagogik-Professor in Berlin, Zimmer war Leiter des Bildungsressorts der ZEIT und kennt sich in den Schwellenländern bestens aus.
Es beschwört und beschreibt die Kräfte der kleinen, lokalen Märkte, der „Entrepreneurship”,
die man mit so vielen Methoden kleinmachen oder gar zerstören kann, die aber eine unglaubliche Kraft entwickeln können.
Zerstören kann man sie mit Moralismus, mit Konferenzen, auf denen nur geredet wird, mit Subventionen, aber auch mit der ideologischen „Anti-Kapitalismus-Keule”,
wie sie heute von den Medien immer wieder geschwungen wird, und wie sie die deutschen Intellektuellen immer noch im Marschgepäck tragen.
Es ist typisch, dass „Die Globalisierungsfalle” eines hyperbolischen SPIEGEL-Redakteurs ein Bestseller war, dieses Buch aber immer nur ein Geheimtip bliebt.
Aber Geheimtipps leben länger!
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NEU: John Brockman (Editor)
What Are You Optimistic About
Today's Leading Thinkers on Why Things are Good and Getting Better.
Simon & Schuster, London, 2007
John Brockmann ist seit vielen Jahre den Apologet der DRITTEN KULTUR, der sich auch die Trend- und Zukunftsforschung verpflichtet führt:
Wissenschaft IST Kultur, Geisteswissenschaften konfrontieren sich mit Naturwissenschaften und schaffen neue Erzählungen.
Vor diesem geistigen Hintergrund hat Brockmann rund hundert berühmten oder bekannten Wissenschaftlern die Frage stellt, ob es ANLASS ZUM OPTIMISMUS gibt.
(Wenn man das in Deutschland machen würde, wäre es wahrscheinlich schwierig, jemanden zu finden, der überhaupt antwortet....)
Und tatsächlich gibt es eine Menge, was sich auf der Welt verbessert, von nachlassenden Kriegen bis zu steigender Bildung.
Ein Pamphlet gegen die Doomsayer, aber ein leises, und vorerst nur in Englisch.
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Ilija Trojanow, Ranjit Hoskoté
Kampfabsage
Kulturen bekämpfen sich nicht – sie fließen zusammen.
Karl Blessing Verlag 2007
Eine der beliebtesten alarmistischen Formeln ist die vom „Krieg der Kulturen”, der angeblich „keinen Stein auf dem anderen lassen wird” – der 11.September 2001 hat diese Vereinfachungsformel zu einer Art negativem Mantra gemacht, gegen das sich kaum noch argumentieren lässt. Ebenso wie die billig-rhetorische Absage an „Multikulti” steckt dahinter nicht nur eine gehörige Portion Xenophobie, sondern auch eine fatale geistige Bequemlichkeit. Wenn man alles auf den Begriff der „Kultur” reduziert, wird alles plötzlich wieder „identisch” – im Kontext einer globalen Wissensgesellschaft ist solche Denke nicht nur dumm, sondern auch gefährlich. Trojanow und Hoskoté formulieren in ihrem Buch eine Gegenposition: Der Kulturprozess SELBST ist eine Amalgamisierung verschiedener Kulturen, Zivilisation entsteht immer aus Zusammenfügungen. Die Autoren weisen dies (manchmal ein wenig zu detailliert) an der Geschichte des Islam und des Christentums nach, aber auch an vielen anderen Beispielen auf diesem Planeten: Kulturelle Synthesen gewinnen und sind langfristig erfolgreich, nicht „Identitäten”!
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Dirk Maxeiner
Hurra, wir retten die Welt!
– Wie Politik und Medien mit der Klimaforschung umspringen
Wolf Jobst Siedler-Verlag Berlin 2007.
Dieses wunderbare Buch sagt alles, was man nicht nur über die „Klimakatastrophe“; sondern auch über die Mechanismen
und medialen Wirkweisen kollektiver Hysterien wissen muss. Es schildert die unendlichen Fehl- und Missinterpretationen im Umfeld der Klimaforschung.
Es illustriert die absurden Medien-Hypes rund um Eisbären, Polkappen, Golfströme und Insel-Untergänge, analysiert die Rollen der Akteure, Nutznießer und Trittbrettfahrer.
Es portraitiert den „Ökolozismus“, die ökologische Schuld-Religion, die in der Klimadebatte lediglich ihre letzte, mächtigste Umdrehung gefunden hat.
Maxeiners ruhiges, besonnenes, jeder Polemik ferne Buch bringt die Argumentation von uns „Klima-Positivisten“ auf den Punkt:
Es geht nicht um „Verharmlosung“, sondern um ein komplexes Verständnis von Welt und Zukunft.
Es geht letztendes um die Frage, ob unsere Kultur sich bedingungslos populistischen Hysterien hingibt.
Oder ob wir das Erbe der Aufklärung, des kritischen und selbst-kritischen Denkens, bewahren können.
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Björn Lomborg
Cool It
The Sceptical Environmentalists Guide to Global Warming
Alfred Knopf, New York 2007
Björn Lomborg, der dänische „Umweltrealist”, bringt die Position der „Klimarealisten”, zu denen ich auch mich zähle, gut auf den Punkt.
Es geht nicht um „Leugnung” des Problems von Global Warming, sondern um vernünftige Strategien zum Umgang mit der Globalen Erwärmung,
die uns nicht den Weltuntergang bescheren wird. Diese müssen wir im Kontext mit anderen großen Menschheitsfragen wie Hunger, Krankheiten und Entwicklung sehen.
Leider bislang nur in englisch, aber dringend lesenswert!
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Walter Mückstein
Österreichs populäre Irrtümer -
Was wir glauben und was wirklich stimmt.
Ueberreuther, Wien 2007
Ein Buch voller Zahlen, Fakten und präziser Schaubilder, die den alltäglichen Alarmismus belegen und attackieren:
Wir, in diesem Fall die Österreicher, glauben, dass es immer mehr Armut gibt, immer schlechtere Umwelt, mehr Krankheiten, mehr Arbeitslosigkeit,
den „Teuro” etc. Und das genaue Gegenteil ist der Fall! Eine solche akribische Fakten-Arbeit zum Thema „Falsche Zukunftsangst” habe ich noch nicht gesehen.
Warum das Ganze allerdings nur auf Österreich bezogen ist, weiß ich nicht. Ohne Weltuntergang wären die Wiener zumindest ziemlich unglücklich statt grantelig, vermute ich!
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Edgar L. Gärtner
Öko-Nihilismus.
Eine Kritik der Politischen Ökologie.
TvR Medienverlag, Jena, 2007
Ein überraschendes Ökologiebuch. Überraschend deshalb, weil es, obzwar von einem studierten und engagierten Ökologen geschrieben,
eher philosophisch, wissenschaftssoziologisch, ökonomisch und demokratietheoretisch, ja streckenweise sogar theologisch argumentiert.
Edgar Gärtner fragt sich, warum wir so eine gewaltige Angst vor der „böse gewordenen Natur“ haben. Warum wir auf technischen Fortschritt und Wandel so wenig vertrauen.
Er trifft ins Zentrum unseres kulturpessimistischen Syndroms. Und liefert denen, die nicht an den ökologischen Untergang glauben, eine Menge Tröstung und Gedankennahrung.
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Erik Händeler
Die Geschichte der Zukunft.
Sozialverhalten heute und der Wohlstand von morgen.
Brendow-Verlag, 2005
Wenn man den traditionellen Ökonomen und auch vielen Politikern Glauben schenkt, dann
ist „Wirtschaft“ nur das Drehen und Schrauben an Zinsfüssen, Geldmengen
und Steuern. Erik Händelers Buch zeigt uns, dass Wirtschaftsentwicklung in Wirklichkeit
MENSCHLICHE KULTUR ist. Innovation ist nicht nur „Technik“, sondern hat ganz
viel mit der Entwicklung gesellschaftlicher Komplexität zu tun. Die Zukunft wird vor
allem von der Weiterentwicklung von „SOZIO-TECHNIKEN“ bestimmt, also von menschlicher
Kooperation, von Emotionalität und gesellschaftlicher Lebens-Qualität. Nebenbei
dokumentiert Händeler auch fundiert und mit vielen Belegen die Gültigkeit der
Zyklentheorie von Kondratieff. Dieses Buch ist, in seinem humanen, christlich inspirierten
Humanismus ein Beispiel, wie man Zukunft und Fortschritt auch ganz anders sehen kann denn
als Untergang, Krise oder Menetekel. Es gehört in jede Grundlagen-Bibliothek zum Thema
Zukunft!
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Karl O. Hondrich
Weniger sind mehr -
warum der Geburtenrückgang ein Glücksfall für unsere Gesellschaft ist.
Campus-Verlag, Frankfurt
Blüht uns der Krieg Alt gegen Jung? Werden wir das Ende der Familie erleben?
Sehen wir dem Zusammenbruch der sozialen Sicherungssysteme, unserer Wirtschaft, unserer Kultur ins Auge?
Sind mehr Kinder wirklich die Lösung? NEIN!
Die demografische Katastrophe ist das Schreckbild unserer Zeit. Allenthalben wird vor dem Untergang unserer Gesellschaft gewarnt.
Angeblich drohen uns heftige Generationenkonflikte, Verteilungskämpfe, der Kollaps der Sozialsysteme.
Karl Otto Hondrich, der vor kurzem gestorben iost, ist einer der wenigen anti-alarmistischen deutschen Intellektuellen.
Er zeigt in diesem Buch, wie man auch POSITIV über Wandlungsprozesse denken kann, die allerorts nur als Katastrophe beschrieben werden:
Der Fall der Geburtenrate wirkt sich positiv auf Individuen und Gesellschaft aus.
Er ist die beste Antwort auf Probleme, die aus gesellschaftlichen und biologischen Entwicklungen entstanden sind,
und er schafft seinerseits keine Probleme, die nicht zu bewältigen wären.
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Björn Lomborg
Apokalypse No!
Wie sich die menschlichen Lebensgrundlagen wirklich entwickeln
Zu Klampen, 2002
Zusammen Mit Maxeiner/Mierschs „Öko-Optimismus“ ist dies DAS Grundlagenbuch
für alle, die die Doomsday-Erzählungen unserer Tage nicht anstandslos glauben.
Ein unglaubliches Zahlenwerk, das schlichtweg zeigt, dass es „der Erde nicht immer
schlechter geht“. Ein MUSS für die aktuelle Debatte!
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Steven Johnson
Neue Intelligenz
Warum wir durch Computerspiele und TV klüger werden
Kiepenheuer & Witsch, 2006
Ein anti-alarmistisches Grundlagen-Buch im Bereich der elektronischen Medien. Kein Lehrer,
kein Oberlehrer, kein Besserwisser, der nicht auf jedem Podium und von jeder Kanzel die
Verderblichkeit der Computerspiele betonen würde. Selbst angeblich seriöse Hirnforscher
würden "das Zeug" am liebsten verbieten (siehe Manfred Spitzers Panik-Werk
"Vorsicht Bildschirm". Unsinn. Steven Johnson hat den Begriff des "Kollateralen
Lernens"erfunden.
Seine zentrale These: Wir werden durch das Multimedia-Universum immer schlauer, weil die
verschiedenen interaktiven Medien unsere Hirn-Flexibilität erhöht. Balsam für
jeden WOW-Spieler!
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Edward de Bono
How to have a Beautiful Mind
Vermillion, 2004
Edward de Bono ist der mit den Hüten, die man sich aufsetzt, er hat den Begriff "Lateral
Thinking" (Querdenken) geprägt, und ich finde ihn meist ein wenig gar zu guruhaft.
Aber in diesem Buch behandelt er ein Thema, das mich umtreibt: Wie kann man besser denken
lernen? Wir kann man die blödsinnigen Klischees überwinden, mit denen im Grunde
alle Gespräche beginnen und aufhören (und zwischendrin geprägt sind)? Gibt
es so etwas wie einen "schönen Geist", den man pflegen und entwickeln kann?
JA, lautet seine Antwort, die natürlich eine Rückbezüglichkeit auf die Antike
und die Philosophie beinhaltet. Ich finde das sehr tröstlich, angesichts all des grauenhaft
schlampigen, dummen NICHTDENKENS, JAMMERNS, NÖRGELNS, NEGATIVDENKENS UND SCHLAMPIGEN
KOLPORTIERENS NEGATIVER GERÜCHTE, das wir in den Medien, aber auch im täglichen
Diskurs unentwegt erleben.
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Stuart Sim
Empires of Belief. Why We Need More Scepticism and Doubt in
the 21st Century
Edinburgh University Press, 2006
Ein völlig unbekanntes, aber dennoch bedeutendes Büchlein über den Segen
des Zweifels und das Erbe der kritischen Aufklärung – leider nur in Englisch!
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Jeffrey D. Sachs
Das Ende der Armut
Pantheon, 2006
Wie kann man in einer von Skandalen und Niedergangs-Sensationen versuchten Öffentlichkeit noch provozieren?
Ganz einfach: durch Optimismus. Jeffrey D. Sachs, ein angelsächsischer Ökonom,
ist der Große Nervbolzen auf jeder Afrika- und Entwicklungshilfekonferenz,
das enfant possible einer ermüdeten und zynisch gewordenen Entwicklungspolitik.
Es glaubt, dass wir die Armut bekämpfen und besiegen können.
Sachs steht dort, wo man stehen muss, wenn man Festgefahrenes bewegen will: Zwischen den Stühlen.
"Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer?"
Unsinn, sagt Sachs. In Wirklichkeit hat sich in den Wohlstandsstrukturen der Welt in den letzten Jahrzehnten Gewaltiges vollzogen.
Seit dem Ende des Kalten Krieges sind die verkrusteten Strukturen aufgebrochen, ist die verwaltete Armut der sozialistischen und proto-sozialistischen Staaten einer riskanten,
aber oft erfolgreichen Öffnung gewichen.
Selbst in der öffentlichen Wahrnehmung abgeschriebene Staaten wie Bangla Desh haben heute einen eigenständige Wohlstandsdynamik aufzuweisen,
die das Land Jahr für Jahr ein wenig mehr aus dem Elend führt.
Allein in Indien stieg die Weizenproduktion – durch die "Grüne Revolution" - von 11 Millionen Tonnen 1960 auf 55 Millionen 1990.
Große Teile des asiatischen Kontinents befinden sich mitten in einem neuen Wirtschaftswunder,
selbst in fast der Hälfte aller afrikanischen Länder hat sich ein verstetigtes Wirtschaftswachstum gebildet.
Die Ausgangslage für das, was Sachs zu Recht als das große Menschheitsprojekt dieses Jahrhunderts bezeichnet –die Abschaffung des Elends–
steht also gar nicht so schlecht. Gut, dass das mal jemand schreibt.
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Thomas L. Friedman
The World is Flat: The Globalized World in the 21st Century
Penguin, 2006
In Deutschland um Umgebung ist die Globalisierung Schuld an allem. Am Wetter, an der Arbeitslosigkeit
und der allgemeinen Misere der menschheit. Hierzulande heissen Bücher "Die Globalisierungsfalle",
und werden auch noch geglaubt. Friedmanns gegen-Buch ist dagegen bisher nicht ins Deutsche übersetzt
worden. Das ist schade,. Bietet es doch eine wunderbare Übersicht über das, was
Globalisierung WIRKLICH ist : Eine zunehmende Chancengleichheit auf den Weltmärkten,
die sich in zunehmenden Aufschwüngen auch in den Peripherien unseres Planeten sichtbar
macht. Friedmann schreibt anekdotisch, vollmundig und konkret, das mag ich an ihm. Leider
ist er sehr amerikanisch in seinen Wahrnehmungen, aber das kann man ihm verzeihen.
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Dirk Maxeiner / Michael Miersch
Das Mephisto-Prinzip
Heyne, 2003
Maxeiner und Miersch sind mir durch einen freundschaftlichen co-evolutionären Geistesprozess
tief verbunden. Deshalb möchte ich gar nicht viele umständliche Lobesworte machen.
Dieses Buch ist für mich ein Klassiker des „lateralen“ (vielschichtigen)
Denkens. Polemisch, witzig, manchmal auch ein bisschen zynisch, trägt es alle Argumente
dafür zusammen, wieso die romantische, blauäugige, gutmeinende Denkweise der diversen ökologischen,
antikapitalistischen und alarmistischen Schulen falsch sind. Fortschritt, Frieden und Demokratie
entwickeln sich oft nicht aus den guten Motiven heraus, sondern aus der Entfaltung ökonomischer
Prinzipien und echter Freiheit.
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