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Die Macht der Megatrends

Wie die großen Wandlungskräfte unsere Welt verändern

Megatrends sind die großräumigen, langfristigen Treiber des Wandels. Aber worauf basiert ihre innere Dynamik? Welche gesellschaftlichen und politischen Veränderungen erzwingen oder regen sie an? Dieser Vortrag bietet eine Übersicht über die fundamentalen „Driving Forces” des 21. Jahrhunderts. Geeignet für alle Branchen, und für ein universell interessiertes Publikum.


Megatrends

Megatrends sind die „Blockbuster” der Veränderungskräfte. In einem hierarchischen Trendsystem sind sie in mehreren Ebenen aktiv: Sie verändern und durchdringen Zivilisationsformen, Technologie, Ökonomie, Wertesysteme. Megatrends haben eine Halbwertszeit von mindestens 50 Jahren, sind weitgehend Rückschlags-resistent und zeigen Auswirkungen in allen menschlichen Lebensbereichen.


Globalisierung

Der neue Welt-Wohlstand. Die Globalisierung geht heute in eine neue Phase: Blieben Wohlstand und Prosperität noch bis zur Jahrtausendwende westliche Privilegien, verändert nun der Big Boom der Schwellenländer die wirtschaftlichen Gleichgewichte. Teile Asiens überspringen heute ganze Entwicklungsstufen und entwickeln einen „Turbo-Post-Industrialismus”. In den Schwellenländern drängen 2 Milliarden neue Käufer und Konsumenten auf den Konsum-Weltmarkt. Eine neue multipolare Weltordnung entsteht. Durch steigende Energie- und Transferkosten wird der Outsourcing-Trend gebremst – zugunsten eines intelligenteren NEARshoring.


Megatrend Frauen

Die große Feminisierung.
In den letzten 30 Jahren hat sich in fast allen OECD-Ländern eine nachhaltige weibliche Bildungsrevolution entwickelt. Der Anteil der Abiturientinnen stieg in Deutschland auf 56 Prozent, der Anteil der weiblichen Studierenden von 19 auf 52 Prozent.
Der weibliche Bildungsüberschuss führt zu enormen soziokulturellen Konflikten und Spannungen. Tief im Inneren der Gesellschaft entsteht ein „Gender War”, der nur mit Reformen in Richtung auf eine emanzipative Gesellschaft gestoppt werden kann.


Megatrend Individualisierung:

Der Aufstieg des Ich.
In allen entwickelten Wohlstandsgesellschaften setzt sich die „Kultur der Wahl” durch: Der Einzelne kann und MUSS immer mehr Lebensentscheidungen autonom treffen, in Bezug auf Partnerschaft, Beruf, Bildung, Wohnort eigenständig handeln. Diese Entwicklung wird als „Zerfall von Moral” missverstanden – es geht aber um neue Sozialtechniken in einer Gesellschaft höherer Differenzierung.

Individualisierung spiegelt sich zum Beispiel in der Differenzierung der Haushaltsformen und den dazugehörigen Puzzle-Lebensstilen, oder einem Wertewandel zu den so genannten soft-individualistischen Werten.


Megatrend Downaging

Das neue Gesicht der Alterung.
In unserer demographischen Debatte dominieren negative Bilder einer „vergreisten” Gesellschaft. Doch die Entwicklung geht auch in eine andere Richtung: Der Downaging-Effekt führt zu einer Verjüngung des Sozialverhaltens.


In einer erweiterten Lebens-Biographie entwickeln sich neue Lebensphasen und „biographische Schleifen”. So entsteht eine neue Multigraphie, die die lineare Biographie des Industriezeitalters ablöst.


Megatrend Gesundheit

Wellbeing als Ressource.
Gesundheit bekommt eine neue Bedeutung: Sie wird von einer „Zustand” zu einem aktiven Lebensgefühl, von der „Abwesenheit von Krankheit” zum persönlichen Empowerment. Der krisengeschüttelte Gesundheits-Sektor wächst zum Kern-Sektor der kommenden Ökonomie heran.


Rund um einen erweiterten Gesundheitsbegriff entwickeln sich neue, expandierende Märkte der Fitness, Mindness und Selfness.


Megatrend New Work

Die Arbeit erhebt sich von den Plätzen.
Die industrielle Organisation der Lohnarbeit präferiert den „organisation man”, den in grossen Firmenhierarchien lebenslang angestellten Mann. Die neue Welt der Arbeit dekonstruiert jedoch die traditionellen Arbeitsformen. Einfache Arbeiten werden immer billiger und prekärer, während Kognitionsarbeit an Wert ständig zunimmt.


Arbeit in Zukunft findet in Netzwerken und in wechselnden Mobilitäts-Situationen statt. Aus tayloristischer Kommando-Arbeit wird kooperativer Individualismus.


Megatrend Connectivity

Die modernen Kommunikations-Technologien schaffen eine Welt der Verbindungen und Vernetzungen, indem sie neue Kollaborationsformen einüben. Dadurch verändern sich die Systeme der Wirtschaft und Gesellschaft – in Richtung auf ein „morphisches System” höherer Aktivität und Effektivität. Kollektive Intelligenz ersetzt die alten Führungs- und Organisationsstrukturen.


Weitere Megatrends: Urbanisierung, Mobilität, Neue Bildung


Bücher zum Vortrag:

Das Megatrend Prinzip

Wie die Welt von morgen entsteht.

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Literatur-Tipps:

  • Aburdene, P, & J Naisbitt, Megatrends: Frauen, Econ Verlag, Düsseldorf, 1993
  • Naisbitt, J, Megatrends, Hestia Verlag Bayreuth, 1982
  • Zukunftsinstituts-Verlag, Die Megatrend-Dokumentation, 300 Charts zur Dokumentation, Kelkheim 2007

 

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