145 – Future Crash

Der transhumanistische Narzissmus
– oder wie die Zukunft plötzlich furchtbar alt aussieht

Matthias Horx, August 2025

„Wir leben in einer temporalen Erschöpfung. Wenn man dauernd mental atemlos vom dauernden Umgehen mit der Gegenwart ist, bleibt keine Energie zur Imagination der Zukunft.“
Die Soziologin Elise Boulding

Der Zukunftsriese Orson Welles

Link zum Video: www.dailymotion.com

Im Jahre 1970 veröffentliche der amerikanische Zukunfts-Publizist Alvin Toffler einen Weltbestseller über ein Gefühl, das damals viele Menschen empfanden: „DER ZUKUNFTSSCHOCK“. Toffler vertrat darin die Auffassung, dass die rasende Beschleunigung von Technologie und Modernisierung die allermeisten Menschen überforderte. Dass die sozialen und politischen Probleme der 60er Jahre (Vietnamkrieg, Rassenunruhen, soziale Ungleichheit) auf die ständige Akzeleration zurückzuführen wären, mit der sich die Welt veränderte.

In einem Dokumentarfilm mit dem Schauspieler und Regisseur Orson Welles wurde der „Zukunftsschock“ mit futuristisch flackernden Schwarz-Weiß-Bildern und schriller Jazzmusik illustriert. In der Eingangssequenz geht Orson Welles die Rolltreppe eines modernen Flughafens entlang, in dem es von Passagieren nur so wimmelt – damals noch ein seltenes Bild. Und spricht mit der dröhnenden Stimme eines Propheten:

“In the cause of my work which takes me to nearly every corner of the world
I see many aspects of a phenomenon which I slowly begin to understand.
Technology came to a degree of sophistication
beyond our wildest dreams
but this technology is exactly a pretty heavy price.
We live in an age of anxiety!
And final stress!
With all our sophistication
we are in fact victims of our own technology strength.
We are the victims of shock
of FUTURE SHOCK!

Future Shock is a sickness
which comes from too much change
in too short time.
The feeling that nothing is permanent any more,
it’s the premature arrival of the future.”

„Im Rahmen meiner Arbeit, die mich in fast jeden Winkel der Welt führt,
erkenne ich viele Aspekte eines Phänomens, das ich langsam zu verstehen beginne.
Die Technologie hat einen Grad an Raffinesse erreicht,
der unsere kühnsten Träume übersteigt,
aber diese Technologie hat einen ziemlich hohen Preis.
Wir leben in einem Zeitalter der Angst und des finalen Stresses,
mit all unserer Raffinesse
sind wir tatsächlich Opfer unserer eigenen technologischen Stärke.
Wir sind Opfer des Schocks,
des ZUKUNFTSSCHOCKS!

Zukunftsschock ist eine Krankheit,
die durch zu viel Veränderung in zu kurzer Zeit entsteht.
Das Gefühl, dass nichts mehr von Dauer ist,
es ist die vorzeitige Ankunft der Zukunft!

Und hier sind wir wieder. Mitten im Zukunftsschock. Wir schreiben das Jahr 2025.
Was ist heute anders?
Anders als vor 50 Jahren – als die Zukunft erschreckend, aber auch wahrhaft verheißungsvoll war – ist sie heute NUR noch erschreckend. Die Zukunft, als Orientierung und Verheißung, ist von unserem inneren Radar verschwunden. Sie hat sich hinter den Horizont verzogen. Sie droht uns nur noch. Mit endlosen Untergängen und Katastrophen.

Wir leben im FUTURE CRASH.

Nutzen wir eine Metapher: Nahm die Zukunft rund um die Jahrtausendwende noch die Form eines starken, breiten Flusses an – mit Sandbänken, Seitenverzweigungen und mäandernden Strömen -, hat sie sich jetzt in ZWEI große reißende Flüsse geteilt, die sich diametral auseinander bewegen. Sich immer mehr spreizen – und doch irgendwie zusammengehören.

  • Auf der einen Seite wird uns die Erlösung durch rasende Durchbrüche in der Technologie versprochen: Hypertechnologien wie KI, Robotik, Langlebigkeit, genetisches Engineering.
  • Auf der anderen Seite führt der Pfad geradeaus in Richtung Untergang. In die Selbstzerstörung durch die Dummheit der Menschheit.

Gibt es überhaupt noch etwas dazwischen? Eine realistische, plausible, er-leb-bare Idee der Zukunft? Eine Vorstellung, wie es nicht nur anders, sondern auch besser werden kann?

Die rasende Zukunft von gestern

Die Zukunft ist eine relativ neue Erfindung. Hunderttausende von Jahren war das Leben eine endlose Abfolge des Immergleichen, der Zyklen der Natur, des Lebens und Sterbens. Überzeitlichkeit versprachen allenfalls die Mythen und magischen Beschwörungen eines Jenseits, die schließlich in den Himmelreichen der großen Religionen mündeten.

Die Zukunft – wie wir sie heute kennen oder zu kennen glaubten – als Prozess von Innovation und Exploration, als Ergebnis von WANDEL, ist eine Erfindung der Aufklärung, der Moderne. Die ersten Utopien und Zukunfts-Beschreibungen erscheinen um 1600. Im 19. Jahrhundert gab es schon ganze Weltausstellungen, die sich der Zukunft widmeten. Aber erst vor gut 100 Jahren, im Ausklang des Fin de Siècle und in der Beschleunigung der industriellen Technologien, nahm die Zukunft richtig Fahrt auf. Sie wurde zu einer grundlegenden Ideen, einer IDEOLOGIE.

Im Jahr 1908 gründete sich in Italien die Bewegung der FUTURISTEN. Zunächst handelte es sich um eine Künstlerverbindung, einen Bohemien-Zirkel wie die Kubisten oder die DADA-Bewegung, mit geographischen Schwerpunkten in den Metropolen Paris und Rom. Ihr Anführer war ein gewisser Filippo Tommaso Marinetti, ein exzentrischer Bohemien und Dichter, der in einem reichen bürgerlichen Haushalt aufgewachsen war und sich in der relativen Ruhe der Zeit langweilte. Er raste gerne mit hubraumstarken Autos über die Pisten und scheuchte dabei Radfahrer von der Straße. Er versammelte um sich herum eine kleine Truppe von Literaten, Visionären und Intellektuellen, die sich der Idee der RADIKALEN ZUKUNFT verschrieben hatten.

Die Truppe spielte Theater, veröffentliche Pamphlete und versuchte, in den europäischen Hauptstädten Skandale zu verursachen. Heute würde man sagen: Sie machten Performances. Man formulierte Forderungen wie: die Aufhebung der Ehe und die sofortige freie Liebe, oder das Verbot von Pasta, weil diese die Italiener verdummte (daher der Ausdruck „Antipasta“). Im Februar 1909 veröffentlichte Marinetti in der französischen Zeitung Le Figaro das FUTURISTISCHE MANIFEST:

  1. Wir wollen die Liebe zur Gefahr besingen, die Vertrautheit mit Energie und Verwegenheit.
  2. Mut, Kühnheit und Auflehnung werden die Wesenselemente unserer Dichtung sein.
  3. Wir wollen preisen die angriffslustige Bewegung, die fiebrige Schlaflosigkeit, den Laufschritt, den Salto Mortale, die Ohrfeige und den Faustschlag.
  4. Wir erklären, dass sich die Herrlichkeit der Welt um eine neue Schönheit bereichert hat: die Schönheit der Geschwindigkeit. Ein Rennwagen, dessen Karosserie große Rohre schmücken, die Schlangen mit explosivem Atem gleichen … ein aufheulendes Auto, das auf Kartätschen zu laufen scheint, ist schöner als die Nike von Samothrake.
  5. Wir werden die großen Menschenmengen besingen, die die Arbeit, das Vergnügen oder der Aufruhr erregt; die nächtliche, vibrierende Glut der Arsenale und Werften, die von grellen elektrischen Monden erleuchtet werden; die gefräßigen Bahnhöfe, die rauchende Schlangen verzehren; die Fabriken; die Brücken, die wie gigantische Athleten Flüsse überspannen; die abenteuersuchenden Dampfer, die den Horizont wittern; die breitbrüstigen Lokomotiven und den gleitenden Flug der Flugzeuge, deren Propeller wie eine Fahne im Winde knattert und Beifall zu klatschen scheint wie eine begeisterte Menge.

Der italienische Futurismus war Teil einer weltweiten radikalen Disruptions-Bewegung. Alles Alte sollte abgeschafft, alles Neue verherrlicht werden. Futuristische Bilder und Kunstwerke enthielten fliegende Maschinenbilder, rasende Lokomotiven, abstürzende Flugzeuge, heroische Massenveranstaltungen. In einer russischen Variante waren es die „Kosmisten“, die eine kollektive Flucht in die Zukunft propagierten. Der Kommunismus sollte mit „elektrischer Wiederauferstehung“ die Unsterblichkeit bringen. Einer der Führer dieser Bewegung, Nikolai Fjodorow, entwickelte mit dem Raketenwissenschaftler Ziolkowski schon um 1900 Pläne, fremde Planeten mit „auferstandenen“ Menschen zu besiedeln – kommunistischer Posthumanismus. Die russischen Hyper-Futuristen glaubten an die Unsterblichkeit und die vollkommene Umgestaltung des Planeten zugunsten einer neuen „Projektarier“-Rasse.

Anne von Heiden; Boris Groys;. Michael Hagemeister (Hg.), „Die Neue Menschheit: Biopolitische Utopien in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts“, Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, ist u.a. erhältlich bei www.amazon.de  (Affiliate Link – Offenlegung).

Screenshot: redditFuturistische Kunst, Screenshot: reddit

Marinetti formulierte rauschhaft:

Der Futurist zerstört, zerstört, zerstört ohne sich darum zu kümmern, ob das, was er Neues schafft, auch wirklich besser ist als das Alte … Er hat die klare Vorstellung, dass unsere Epoche, … ihre eigene Kunst, Philosophie, Umgangsformen und Sprache benötigt. Das ist ein klar revolutionäres Konzept.

Siehe auch: www.wired.com

Das rasende Anders

Nicht weit entfernt sehen wir gerade Elon Musk an der Hybris der Hyperbeschleunigung scheitern. Musk verirrt sich hoffnungslos in einem narzisstischen Tanz, bei dem er immer nur hinterherrennen kann, aber behaupten MUSS, er hätte alles unter Kontrolle. Seine KI-Applikationen sind außer Kontrolle. Er baut Autos mit Elektroantrieb im großen Stil – eine technische UND herstellerische Meisterleistung. Und zersägt gleichzeitig seine Firma durch Kundenverachtung und Management-Verweigerung. Er lässt riesige Mars-Raketen explodieren mit der Idee, damit schneller Innovationen erzeugen zu können. Könnte direkt von Marinetti stammen. Innovation durch Destruktion.

Um 1912 verbanden sich die italienischen „Futuristen“ mit dem Mussolini-Faschismus. Mussolini teilte die Beschleunigungs-Ideologie, auch er wollte die Welt, insbesondere Italien, in eine gloriose Zukunft vorantreiben. Wie Teile der heutigen MAGA-Bewegung, wollte er das römische Reich in neuer Form auferstehen lassen. Er gab den sich anbiedernden Marinetti-Futuristen eine kleine Rolle in seiner „Bewegung“, obwohl er sie für infantil und unpolitisch hielt.

Als der Erste Weltkrieg begann, meldeten sich die Futuristen freiwillig zur Front. Die meisten von Marinettis Gang starben oder wurden auf den Schlachtfeldern und Schützengräben des Ersten Weltkrieges verkrüppelt, den sie als „Gloriosen Aufstand der Zerstörung gegen den Stillstand“ willkommen geheißen hatten.

Reaktionärer Posthumanismus

Das bringt uns zu Peter Thiel. Die mediale Angst- und Aufmerksamkeits-Maschine liebt Thiel, weil er permanent kognitive Disruptionen fabriziert, die einen hohen Skandaleffekt haben. Thiel ist für totalen Fortschritt, für radikalen Wandel und den radikal freien Markt; gleichzeitig hält er Monopole für die einzigen Problemlöser unserer Zeit („Konkurrenten sind die, die wir noch nicht besiegt haben; sie zeigen, dass wir noch nicht gut genug sind.“). Der Staat ist überflüssig. In seinen Interviews jongliert er mit apokalyptischen Visionen und einer verschwurbelten paradoxalen Logik. So behauptet er, eine Weltregierung, die den menschengemachten Untergang verhindern wolle, wäre der „Antichrist“ und würde selbst das Ende der Welt herbeiführen. Thiel plädiert für Kryonik, das Einfrieren menschlicher Körper zur späteren Erweckung, weil man „als Christ ja an die fleischliche Auferstehung glauben muss“.

Bereits ein Veteran des technoiden Transhumanismus ist Ray Kurzweil, der seit vielen Jahren die „Singularität“ voraussagt – jenen Moment, an dem die Superzukunft beginnt und Menschen mit Maschinen verschmelzen. Wie ein klassischer Sektenverkünder prophezeit er die „Ankunft“ immer „demnächst“. Derzeit spricht er von 2030.
In einem Interview mit der ZEIT (30. Juli 2025) sagte er:
„Die Verschmelzung wird sich in mehreren Schritten vollziehen. Ich rechne damit, dass wir in vier Jahren, 2029, in der Lage sein werden, die rund 20 Milliarden Neuronen des Neokortex unseres Gehirns in direkte Verbindung mit einem Computer zu bringen. Durch Implantate zum Beispiel. Ich gehe davon aus, dass irgendwann alle Menschen ihr Handy gegen ein KI-Implantat austauschen werden. Denn die werden so günstig sein, dass sich das jeder wird leisten können.“

Kurzweil ist ein liebenswerter Mensch, der sich in ein tiefes Lebenstrauma verrannt hat. Er gehört zu jenen sensiblen Menschen, die es in der Welt, vor allem in der Gefühlswelt, nicht aushält. Sein Hyperdigitalismus ist eine moderne Erweckungs-Theorie. Man möchte ihn umarmen und trösten. Man kann es verstehen. Das Problem ist nur, dass Leute wie er inzwischen eine unheimliche Deutungsmacht haben. Billionen werden heute in Projekte investiert, die diese Visionen irgendwie wahrmachen sollen. Und die Protagonisten solcher Projekte haben sich mit den Reaktionären verbündet, die in eine finstere Vergangenheit zurückwollen.
Die Zukunft hat Totalschaden.

Die Dystopie

Im Internet wimmelt es von Bildern, in denen Menschen und Maschinen miteinander verschmelzen. Roboter werden zu Menschenfiguren, und in Frauenköpfe wuchern digitale Schaltkreise hinein. Musk, Thiel und Kurzweil sind die Marinettis von heute. Was sich hier zusammengebraut hat, ist eine Art religiöse Post-Anthropologie. Eine Ideologie, der Menschen vollkommen egal sind, wenn es nur darum geht, alle Verhältnisse umzuwerfen, auf den Mars zu fliegen und alle Verlierer in der Evolution auszusortieren. Dystopie und Utopie sind in der Idee der AGI, der Allgemeinen Künstliche Intelligenz, endgültig konvergiert. Hier schließt die Dystopie an die klassischen Religionen an. Die Aufrückung zum Himmel. Die absolute Macht im digitalen Jenseits. Das allmächtige Wesen, das alles kann!

Humanistischer Futurismus

Immerhin gibt es auch die anderen. Die nachdenklichen Zukunfts-Denker. Die Humanistischen Futuristen, die inzwischen nur recht selten zu Interviews eingeladen werden.
Zum Beispiel Jaron Lanier. Lanier, ein echter Computer-Hippie, baute in den 90er Jahren die ersten Cyber-Brillen und gründete eine Firma zur Realisierung des Cyberspace. Die Brillen waren klobig und rochen nach Gummi, die Bilder waren ruckelig. Lanier wollte mit der virtuellen Welt das menschliche Bewusstsein erweitern und befreien, so dass man keine schädlichen Drogen mehr nehmen musste. Ziemlich schnell löste er seine Firma wieder auf. Nicht wegen technischer Probleme. Sondern weil er verstand, dass die Auflösung der Welt in eine digitale Simulation keine wirklich gute Idee war. Lanier schrieb ein Buch über den Terror der Sozialen Medien und stellte sich wacker gegen den hypertechnologischen Mainstream, der in immer neuen Runden aus dem Silicon Valley herausquoll. Und der auf jeder zweiten deutschen Tech-Konferenz bis heute verherrlicht wird. Lanier bringt es auf den Punkt:
„Das Problem ist nicht eine bestimmte Technologie, sondern der Einsatz von Technologie zur Manipulation von Menschen und die Konzentration von Macht auf eine Weise, die so verrückt und unheimlich ist, dass sie das Überleben der Zivilisation bedroht.“

„The problem isn’t any particular technology, but the use of technology to manipulate people, to concentrate power in a way that is so nuts and creepy that it becomes a threat to the survival of civilization.“

Zu den humanistischen Zukunftsdenkern gehört auch William Gibson, der mit seinen „Neuromancer“-Romanen den Cyberspace prophetisch voraussah. Er sagte neulich in einem Interview:
„Alvin Toffler warnte uns vor dem Zukunftsschock – aber was ist mit der Zukunftsmüdigkeit? In den letzten zehn Jahren beharrten sämtliche Kritiker der Science-Fiction darauf, die Zukunft sei vorbei. Das klingt ein wenig albern, wie die These vom Ende der Geschichte. Aber gemeint ist natürlich DIE Zukunft, die zu meiner Zeit ein Kult, fast schon eine Religion war. Menschen in meinem Alter sind das Produkt dieser Kultur des Zukünftigen. Die Jüngeren leben heute wahrscheinlich in einem endlosen digitalen Jetzt, das durch unsere immer effizientere gemeinschaftliche Gedächtnisprothese ermöglicht wird. Und sind sich dessen vermutlich nicht einmal bewusst. Wie die Ethnologie uns lehrt, kann man die eigene Kultur nicht wirklich verstehen.“

William Gibson, „Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack. Gedanken über die Zukunft als Gegenwart“, Seite 48, ist u.a. erhältlich bei www.amazon.de  (Affiliate Link – Offenlegung).

Wir stehen vor einer Entscheidung. Wollen wir wirklich die Zukunft den reaktionären Antihumanisten überlassen, die mit den leeren Bruchstücken von Fortschritt und Technikkult, angereichert mit totalitärem Denken, nichts als aufgeblasenen Irrsinn betreiben? Wir brauchen einen robusten, einen aufgeklärten, „humanistischen Futurismus“, der die Zukunft vom Menschen aus sieht. Mit all seinen Ängsten und Hoffnungen, seinen Brüchen und Unvollkommenheiten, aber auch seiner unvergleichlichen Stärke, die Welt immer wieder neu zu entdecken und zu gestalten.

PS: Vielleicht sollten wir Männer beim Projekt einer Neufassung der Zukunft auch die Frauen fragen, ob sie uns helfen können. Zum Beispiel Naomi Alderman, die den wunderbaren Zukunft-Roman „The Future“ geschrieben hat, der eigentlich in der Gegenwart spielt. Darin werden die heutigen Hyperfuturisten auf besonders listige (und lustige) Weise auf einer Insel kaltgestellt. Dort jammern sie zwar dauernd über mangelnden Service und fehlende Bandbreite. Aber lesen Sie selbst. Eine schöne Spätsommerlektüre.

Book cover: The Future

Naomi Alderman: „The Future“, ist u.a. erhältlich bei www.amazon.de  (Affiliate Link – Offenlegung).


Alle bisher erschienenen Kolumnen sehen Sie auf der Seite: Die Zukunfts-Kolumne.

Bei Nachdruck-Anfragen wenden Sie sich bitte an Mag. Michaela Németh: michaela.nemeth@horx.com