03 – Der Awfulizing-Trend

Warum das Schlechtmachen, Schlechtdenken und Schlechtreden der Welt das wahre Zukunftsproblem unserer Zeit darstellt

Juni 2017

Engraving by M. Enge
Wellcome Library, London. Wellcome Images, http://wellcomeimages.org

Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind. Wir sehen sie, wie WIR sind.
Anaïs Nin

Das Geburtstagsfest

Vor einiger Zeit war ich auf auf dem runden Geburtstag einer guten Freundin eingeladen. Gefeiert wurde in einer Hütte an einem traumhaft blauen See in den Bergen. Es war ein strahlender Tag voller Gnade und Schönheit. Die Gäste waren nicht ohne Schrammen durchs Leben gegangen, aber jeder hatte auf individuelle Weise seinen Weg gefunden. Eine multi-mobile Freundes-Truppe im dritten Lebensquartal, mit verstreuten Wohnorten (Europaweit, sogar Übersee), interessant diversem Beziehungsstatus (von langen Ehen bis verdeckter Polyamorie) und bunt gemischten Geldlagen (von pleite bis reich). Es gab fantastisch schöne Frauen im Alter des Geburtstagskinds. Es gab hinfällige und attraktive Männer zwischen 40 und 80.

Ich ging mit meiner Bekannten ein Stück den Berg hinauf zum Waldrand, und wir redeten über das Älterwerden, seine Vorteile und Nöte. Wir blickten zurück zum Fest, wo die Kinder, die schon Enkel waren, im kalten Wasser des Bergsees tobten. Das alles wirkte wie in einem romantischen französischen Film aus den 80er Jahren. Untermalt wurde alles vom wunderbar schrägem Humptata der Geburtstags-Band, die sich aus Tiroler Hipstern rekrutierte.

„In was für einer unglaublichen Fülle wir leben!” sagte das schöne Geburtstagskind nachdenklich.

Wir wanderten eine Weile über eine blühende Wiese. Auf dem Gesicht meiner Bekannten spielte plötzlich ein seltsames Unglück. Und dann brach es aus ihr heraus: „In was für einer tollen Zeit wir doch gelebt haben! Das wird einem jetzt wieder klar, wo alles den Bach heruntergeht… Wenn ich an diesen Trump denke, wird mir ganz schlecht. Und all die Kriege, das Elend, der Terror! Die Erderwärmung – was werden die Enkel eines Tages für eine schreckliche Welt erleben!”

Da war er plötzlich wieder, dieser angstvoll-apokalyptische Tonfall. Das Lied vom Ende von Wohlstand und Fortschritt. Von Zukunft überhaupt. Mitten im Glück wendet sich unser Blick in den Rückwärtsgang. Mitten in der Fülle befällt uns ein generalisiertes Elend, das unsere Segnungen plötzlich klein und unbedeutend erscheinen lässt. Warum sind wir so empfänglich für der Einflüsterungen der Negativität? Wieso lassen wir uns so leicht anstecken von einem Gerücht, dass sich wie Mehltau auf Gedanken, Gefühle, Wahrnehmungen legt? Dass die besten Zeiten hinter uns liegen. Dass alles immer schlechter wird. Dass die Welt verloren ist. Das glauben heute viele. Gefährlich viele.

Eine ansteckende Art der seelischen Verbitterung

Meine Frau Oona hat vor einigen Monaten dieses Phänomen AWFULIZING getauft. „Du machst schon wieder AWFULIZING!” sagte sie mit ihrer bezauberndsten Stimme, nachdem ich irgendeine mürrische Verknüpfung der Tatsache, dass der Hund in den Garten gemacht hatte, mit den steigenden Mieten in den Metropolen und der beängstigenden politischen Lage Europas formuliert hatte.

AWFULIZING – vom englischen schrecklich, fürchterlich, entsetzlich, blöd, gemein – ist ein schöner Begriff, der durch seine englische -ing-Silbe beschreibt, worum es wirklich geht: Nicht nur um Schlecht-Finden, sondern um Schlecht-MACHEN. Man darf AWFULIZING nicht mit dem Jammern verwechseln. Jammern kann befreiend sein. Man denke an die berühmten italienischen Mamas, die unglaublich schimpfen können, um im nächsten Moment die Welt mit Güte zu überschütten. Aber während der Jammerer seine Enttäuschung herauslässt, um sich danach wieder frisch dem Leben zuzuwenden – eine Art Seelen-Reset – entsteht im AWFULIZING eine seltsame ideologische Mutation.

Wenn wir AWFULIZEN, sehen wir die Welt in einem negativen Gesamt-Zusammenhang, der kleine Dinge mit großen, Vorurteile mit Beobachtungen, Symptome mit Systemen verknüpft, die meistens wenig miteinander zu tun haben. Dabei spielt die Formulierung „Immer mehr&rd die zentrale Rolle. Immer mehr Taxifahrer sind unhöflich, immer mehr Politiker sind korrupt, immer mehr Demokratien gehen den Bach herunter, immer mehr Kinder sind autistisch, immer mehr Familien gehen kaputt… Auch wenn es meiner Familie ausnahmsweise wunderbar gut geht.

Übrigens ist auch der Kaffee heute wieder fürchterlich!

Als Grund für den Siegeszug des AWFULISMUS – ja, so muss man diese Ideologie nennen! – fallen einem zuallererst „die Medien” ein. Es ist wahr: Wer auch nur einen Tag Zeitungen liest, News-Websiten schaut und das Fernsehen verfolgt, muss davon ausgehen, in einem Irrenhaus mit solider Untergangstendenz zu leben. Das Turbo-Echtzeit-Medium, das unentwegt um die knappen Ressourcen der Aufmerksamkeiten und Erregungen kämpft, umgibt uns inzwischen wie eine zweite Haut, traktiert uns tagtäglich mit gigantischen Vorräten des Schrecklichen, Exzessiven, Skandalösen oder Blödsinnigen. Irgendwann brechen die Immunkräfte zusammen, die unsere Seele gegen diesen Irrsinn bildet. Jede Talkshow zementiert heute durch nackte Polarisierung die Unmöglichkeiten gesellschaftlichen Fortschritts. Jedes „kritische” Politiker-Interview will um jeden Preis nachweisen, dass der Interviewte ein grundkorrupter, ignoranter, elitärer Nichtskönner ist. Jeder neudeutsche Krimi beinhaltet heute so viel Horror, dass es zum Weltverzweifeln reicht.

Der Apokalyptische Spießer

Vor einigen Jahren habe ich die Figur des „Apokalyptischen Spießers „erfunden”. Natürlich handelt es sich um eine Karikatur, aber wer hat diese Figur nicht schon irgendwo leibhaftig gesehen – oder in sich selbst gespürt?

Der Untergangs-Spießer zeichnet sich durch eine seltsame, aber gar nicht so seltene Gemütslage aus: Negative Komfortabilität. Er beobachtet die Welt und wartet mit einer seltsamen Erregung auf die nächste Katastrophe. Er (ja, es ist immer ein Mann) fühlt sich beim Schlechtmachen der Welt erstaunlich wohl, man könnte bisweilen sogar vermuten: Glücklich.

Irgendwie ähnelt er in Vielem Donald Trump.
Wie kommt das?
Eine erste, spontane Antwort lautet: Definitionsmacht. Der apokalyptische Spießer ist ein Besserwisser. Nein, ein SCHLECHTERWISSER. Er weiß Bescheid. Er kennt sich aus. Er weiß, dass hinter den wenigen guten Nachrichten Illusionen und hinter den vielen schlechten tiefere Wahrheiten sitzen. Dadurch sitzt er immer am längeren Hebel.

Jede negative Meldung gibt dem Untergangs-Spießer einen kleinen Kick der Genugtuung. Ich habe es doch gewusst! Ich habe mir nichts vormachen lassen! So kapselt man sein Unglück ab, indem man es in eine riesengroße kognitive Resonanz einbringt. Das eigene Unglück lässt sich im großen Weltunglück verstecken.

Dazu kommt: Intensitätssuche und Verschwörungs-Sehnsucht.
Das Gefühl, in einer Endzeit zu leben, macht das Leben jedoch wieder auf paradoxe Weise intensiv. In jedem Untergangs-Film können wir sehen, wie wahre Helden im Kampf gegen das Aussichtslose geformt werden. Im Angesicht der letzten Tage scheinen wir unsere eigene, endlich reine Identität zu erkennen. Das Existentielle wird deutlich, das Vergängliche, Einmalige des Lebens. Im AWFULIZING bauen wir eine Leinwand auf, auf der wir unsere eigene Existentialität spüren können.

Auch die Faszination von Verschwörungstheorien folgt einem ähnliches Muster. In der zivilisatorischen Entfremdung spüren wir einen tiefen Sinnverlust. Als Gegenmittel codiert der apokalyptische Spießer die Welt im Sinne eines SINNS der Negativität. Skandale stehen stellvertretend für das Ganze des Betrugs, dem „wir” unterliegen. Die Logik der Verschwörungstheorien geben der inneren Leere einen äußeren Sinn: Wir sind so wichtig, dass sich mächtige Kräfte gegen uns verschworen haben. Das macht uns wertvoll. Wenn alle gegen uns sind, wertet uns das unglaublich auf.

Eine kleine Psychologie des AWFULIZING

Der amerikanische Psychologe Albert Ellis hat den Begriff AWFULIZING bereits in den 60er Jahren als unter dem Stichwort „pathological worrying” – pathologisches Sorgen-Syndrom – als eine tiefgreifende Störung des Denkens diagnostiziert:
„Wenn wir ‘AWFULIZEN’, betrachten wir eine Situation oder ein Ereignis in übertrieben negativer Weise. Wir sehen zum Beispiel eine kleine Niederlage oder einen kleinen Rückschritt als größere Katastrophe. Oder ein gefürchtetes Ereignis wird so symbolisch überhöht, dass sein Eintreten nicht zu ertragen wäre. ‘Awfulizing’ setzt eine Kettenreaktion sich-selbst-erfüllender Gedanken, Gefühle und Aktionen in Gang: die bloße Erwartung, dass die Dinge schlechter werden, wird zur Ursache dafür, dass sie schlechter werden.”

Wenn wir AWFULIZEN, folgen wir Denk- und Fühlroutinen der Abwertung. Wir werten die Welt und ihre Schönheit, ihre Möglichkeiten ab. Wir werten unsere Mitmenschen und ihr Bemühen ab. Wir werten im Grunde auch unsere eigenen Befürchtungen ab, indem wir sie generalisieren. Warum? Weil wir UNS längst SELBST abgewertet haben! Im Kern ist AWFULIZING ein Zusammenbruch des Selbstwertgefühls, der Selbst-Wirksamkeit. Jenes Erlebens der eigenen Bedeutung, die jeder Mensch zum Leben braucht.

In Partnerschaft und Liebe kann man diesen Effekt der self-fulfilling prophecy besonders deutlich erkennen. Paare, die sich in der Spirale gegenseitigen Schlechtmachens befinden, in der vorauseilenden Kritik am Anderen. Warum hast Du nicht? Wie kannst Du nur? Wenn Du damals, nicht, dann wird auch morgen… – erzeugen durch Negativität das, was sie fürchten: Den Verlust der Liebe, die Trennung, die Untreue.

Hier eine Übersicht über die diversen Aspekte der AWFULIZUNG-Psychologie:

Wenn wir AWFULIZEN, betrachten wir die Welt ausschließlich von den Problemen her. Nicht von den Lösungen, die implizit in jedem Problem enthalten sind.

„Wenn wir Probleme zu unserer Wirklichkeitskonstruktion machen, wenn wir uns von ihnen die Welt erklären lassen, dann werden sie uns erzählen, was wir NICHT können. Wir können dies nicht, wir können das nicht – unser Leben wird ein Behältnis für Abwesenheit und Versagen.”

So formulierte es der Kognitionspschologe David Niven in seinem Buch „The Answer”.

Wenn wir AWFULIZEN, deklarieren wir unseren Komfortabilitätsanspruch an die Welt. Die Welt enttäuscht uns, weil sie einfach nicht so will, wie wir wollen. Sie ist nicht so sauber, sicher, harmonisch, fortschrittlich, gerecht, wie wir es uns wünschen. Sie hört nicht auf unser Kommando. Deshalb findet sich im AWFULIZING immer eine deutliche Spur von Schmollen, von Beleidigtsein.

Wenn wir AWFULIZEN, verlieren wir die wichtigste mentale Waffe der menschlichen Selbst-Stabilisierung: Humor. Guter Humor bedeutet, die Welt mit zwei Augen sehen zu können – und sich trotz, oder wegen, ihrer Paradoxität zu entspannen.

Wenn wir AWFULIZEN, entledigen wir uns jeder Verantwortung. Wir haben mit nichts etwas zu tun, weil in einer unweigerlich untergehenden Welt Handlungen keine Konsequenzen haben. Wir sind also immer fein raus, was die Fragen von Schuld, von Verantwortung, von Teilhabe betrifft.

Wenn wir AWFULIZEN, negieren wir die Komplexität, die uns umgibt. Wir leben in einer Zeichenwelt, in der wir nicht mehr in der Lage sind, die Zusammenhänge zu begreifen, die jedem Phänomen zugrunde liegen und es zum Teil eines großen, ausgleichenden Systems machen. Wir begreifen nicht, dass jeder Trend einen Gegentrend hat, jeder Reiz eine Reaktion erzeugt, jede Krise in eine neue Entwicklung führt.

Wenn wir AWFULIZEN, glauben wir zwar „nur” die Welt zu beschreiben wie sie ist. In Wirklichkeit treffen wir aber eine negative Kommunikations-Entscheidung. Wir miss- und verachten die Glücks- und Renonanzerwartungen unserer Mitmenschen. Nörgeln, Jammern, ständiger latenter Pessimismus, Schlechtmacherei ruiniert die Beziehung ebenso wie die Unternehmens-Kultur oder das gesellschaftliche Klima. Awfulizen ist eine äußerst machtvolle Beziehungs-Verweigerung.

Wenn wir AWFULIZEN, tragen wir zu jenem Klima bei, auf dem der bösartige Populismus gedeihen kann. Im Populismus geht es, wie der Psychologe Wolfgang Schmidtbauer in „Psychologie Heute” ausführt, darum, „differenzierte Gefühle zu leugnen und primitive Größenphantasien mit den ‘schnellen’ Affekten von Angst und Wut zu verbinden.” AWFULIZING liefert den geistigen Begründungszusammenhang, in dem man über Alles in differenzlose Wut ausbrechen kann und alles auf geheimnisvolle bösartige Verschwörungen zurückführen kann.

Wenn wir AWFULIZEN, verabschieden wir uns von der Lebendigkeit des Seins.
Albert Ellis formuliert:

„Die Kosten dafür, sich selbst panisch, wütend und selbstmitleidig zu machen, sind enorm. Sie werden in Zeit, Geld und sinnlosem Aufwand entrichtet. In unerwünscher mentaler Pein. In der Sabotage des Glücks von Anderen. In dummen Verzettelungen und dem Liegenlassen des Freude-Potentials des eigenen Lebens – des einzigen Lebens, das wir je haben werden.”

Die neue Achtsamkeit

Was aber hilft?
Zunächst müssen wir verstehen, dass die Welt weder gut noch schlecht ist, noch wird sie schlechter. „Die Evolution hat die Realität geschaffen, wir Menschen schaffen die Wirklichkeit.”, formulierte der Kybernetiker und radikale Konstruktivist Heinz von Foerster. Das anzuerkennen ist schwer. Denn unser Hirn ist dazu konstruiert, das, was es an Abweichungen festzustellen meint, als „Realität” zu definieren. Auf diese Weise verwechseln wir uns, beziehungsweise unsere inneren Stimmungen, ständig mit der Welt. Wir verwechseln im hypermedialen Zeitalter die Welt mit ihren Signalen. Wir verwechseln letztendes uns selbst mit uns selbst. Unser Angst-Ich ersetzt unser lebendiges Sein.

Menschliches Leben ist ohne Hoffnung nicht zu denken. Wir sind zwar Problem-Wesen, aber eben auch Hoffnungswesen. Sonst hätte die menschliche Spezies das tatsächliche Grauen, das in der Vergangenheit liegt, nie überlebt. Genau darin liegt ja der Kern einer begründeten Zukunfts-Hoffnung: Generationen und Generationen vor uns führten Leben, die „brutish und short” waren, grausam und kurz, wie Hobbes formulierte. Heute gibt es immer noch Armut und Kriege auf der Erde, aber es gibt auch viele Leben, die länger, reicher und erfüllter geworden sind. Es gibt Freiheiten, Wahlmöglichkeiten, Varianz in Hülle und Fülle. Und das wird sich weiter ausweiten.

Zweitens müssen wir verstehen, das der Kampf gegen den AWFULISMUS nicht mit Optimismus zu gewinnen ist. Optimismus ist immer ignorant, blauäugig, blendet aus, färbt schön. Auch die Hoffnung allein hilft wenig.

ZUVERSICHT ist ein besseres Wort. Zuversicht, in Zusammenarbeit mit Mut. Zuversicht bezieht, anders als die eher passive Hoffnung, unsere Voraus-Sicht mit ein, das Nach-Vorne-Schauen, aber auch unsere Verantwortung für uns selbst und den Teil der Welt, den wir beeinflussen können.
Und der ist größer und wichtiger als wir oft denken!

Die Antwort auf den grassierenden AWFULISMUS unserer Zeit besteht in Kulturtechniken der Achtsamkeit. Damit ist kein Meditations-Ausstieg gemeint, oder glöckchenklingender Hokuspokus. Achtsamkeit ist eine mentale Kulturtechnik, sich beim Beobachten selbst zu beobachten. Achtsamkeit ist die Fähigkeit, sich selbst in seinen Welt-Haltungen zu verstehen „ und dabei mentale Selbstwirksamkeit zu erlangen.

Achtsamkeit benötigt Entschlüsse. Zum Beispiel: Den medialen Lärm in unserem Leben bewusst zu beschränken. Zu entscheiden, wofür wir uns verantwortlich erklären und wofür nicht. Mit anderen im Geiste der Zuversicht zu kommunizieren – und dadurch Welt neu zu konstruieren.

Unseren inneren Angst-Spießer vom Sofa der negativiven Komfortabilität aufzuscheuchen.

Achtsamkeit heißt GEHEN LERNEN. Wer in die Welt geht – in die REALE Welt – der verliert die Angst. Denn in der Welt gibt es immer das Wunderbare UND das Schreckliche. In der Welt ist die Liebe, die Hoffnung, das Furchtbare, immer konkret. Und damit bewältigbar.

Wenn wir richtig hinsehen, mit ganzem Herzen, sehen wir, das das Wunderbare überwiegt.

Im Grunde geht es um Erwachsenwerden in einer komplexen Welt.
Wie sagte der britische Dichter W.H. Auden? „Choice of attention to pay attention to this and ignore that is to the inner life what choice of action is to the outer.” In sehr freier deutscher Übersetzung: „Wir sollten uns die Freiheit nehmen, unsere Aufmerksamkeiten durch die Wahl unserer Handlungen zu steuern.”

Aufmunterungen:

Für die Daten zur realen Entwicklung der Welt sind die Big-Data-Websites Gapminder und Our World in Data erste Wahl.

Hier eine kleine Auswahl von Anti-Awfulizing-Literatur (Sachbuch):

  • Johan Norberg: Progress, Ten reasons to look forward, Oneworld Publications, New York. Erhältlich bei Amazon: www.amazon.de
  • Mark Stevenson: An Optimists Tour to the Future, Profile Books, London 2012. Erhältlich bei Amazon: www.amazon.de
  • Steven Johnson: Future Perfect, The Case for Progress in an Networked Age, Penguin London 2003. Erhältlich bei Amahon: www.amazon.de
  • Charles Kenny: Getting Better, Basic Books, New York 2011. Erhältlich bei Amazon: www.amazon.de
  • Robert Wright: Nonzero, Evolution & Human Cooperation: The Logic of Human Destiny, Abacus, New York 2001. Erhältlich bei Amazon: www.amazon.de
  • Björn Lomborg: Apokalypse No!, Klampen-Verlag 2012. Erhältlich bei Amazon: www.amazon.de

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